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Donnerstag, 03.02.2005

Ein neuer Weg für Herzpatienten

Im Gesundheitssystem lauern viele "Mühlsteine", zwischen die ein Patient geraten kann. Einige davon an einer Stelle aus dem Weg zu räumen, sind nun drei Partner angetreten: das Hertener Praxisnetz (darin sind zahlreiche niedergelassene Ärzte organisiert), die "Barmer" (rund 8500 Versicherte in Herten und Westerholt) und das Elisabeth-Krankenhaus in Recklinghausen-Süd...

Im Gesundheitssystem lauern viele "Mühlsteine", zwischen die ein Patient geraten kann. Einige davon an einer Stelle aus dem Weg zu räumen, sind nun drei Partner angetreten: das Hertener Praxisnetz (darin sind zahlreiche niedergelassene Ärzte organisiert), die "Barmer" (rund 8500 Versicherte in Herten und Westerholt) und das Elisabeth-Krankenhaus in Recklinghausen-Süd. Sie schlossen einen Vertrag zur "integrierten Versorgung" von Patienten mit Koronarer Herzerkrankung.

"Die Betreuung durch den Hausarzt, den Facharzt sowie die ambulante und stationäre Versorgung durch das Krankenhaus werden optimiert und miteinander verbunden", sagt Dr. Frank Reising vom Hertener Praxisnetz (HEP). Wartezeiten und Doppeluntersuchungen, über die sowohl Patienten als auch Krankenhauspersonal klagen, sollen durch den neuen Verbund vermieden werden. Ein zusätzlicher wichtiger Punkt für Dr. Frank Reising: "Dass die strikte Trennung zwischen niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern überwunden werden kann, haben sich Hausärzte schon lange gewünscht."

Dass sich der Vertrag auf Herzpatienten bezieht, liegt einerseits an der Häufigkeit der Erkrankung, andererseits an der Nähe zum Recklinghäuser Elisabeth-Krankenhaus. Es hat, so dessen Geschäftsführer Christoph Kortenjann, die einzige hauptamtliche Kardiologie im Kreis. Das bedeutet, dass über eine Erstversorgung des Patienten hinaus im Ernstfall alle notwendigen weiter gehenden Maßnahmen (PTCA, Stents) dort "rund um die Uhr" vorgenommen werden könnten.

Das Hertener Elisabeth-Hospital, so wurde auf Nachfrage betont, habe im Gegensatz zur Recklinghäuser Klinik "keinen Versorgungsvertrag für die kardiologische Leistung". Jedem Patienten stünde natürlich frei, das Krankenhaus zu wählen. Auf mündige Patienten setzt der Verbund ohnehin. Die Teilnahme an der integrierten Versorgung ist freiwillig.

Teilnehmende Barmer-Versicherte können bei den Zuzahlungen sparen und mit Kostenerstattungen bis max. 150 " rechnen. Interessierte wenden sich an ihren Arzt.

Quelle: Hertener Allgemeine (Herten) 3-2-2005