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Freitag, 10.03.2006

Verheerende Feuerkatastrophen blieben bislang aus

Trotzdem sind Recklinghausens Krankenhäuser auf das bedrohliche Szenario vorbereitet. So genannte Fluchthauben für Patienten und Personal gehörten bislang zu ihrer Standardausrüstung im eigenen Haus. Um die Vorhaltung dieser lebensrettenden Masken zu optimieren, sind Elisabeth- und Knappschaftskrankenhaus sowie das Prosper-Hospital mit der Feuerwehr eine Kooperation eingegangen.

Trotzdem sind Recklinghausens Krankenhäuser auf das bedrohliche Szenario vorbereitet. So genannte Fluchthauben für Patienten und Personal gehörten bislang zu ihrer Standardausrüstung im eigenen Haus. Um die Vorhaltung dieser lebensrettenden Masken zu optimieren, sind Elisabeth- und Knappschaftskrankenhaus sowie das Prosper-Hospital mit der Feuerwehr eine Kooperation eingegangen.

Wirkungsvollen Schutz für mindestens 15 Minuten leistet die 630 Gramm schwere Brandschutzmaske. Ein Filter absorbiert tödliche Rauchgase, Dämpfe und giftigen Qualm. Atemwege und Augen sind geschützt. "Wir setzen die Maske sehr, sehr oft ein", unterstreicht Wehrführer Horst Kreienkamp. Mit Maske können Menschen im Ernstfall über verrauchte Treppenhäuser gerettet werden.

Bisher hielten die Krankenhäuser – aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen auch für die Mitarbeiter – Fluchthauben vor. "Bei uns liegen pro Station zwei Hauben", berichtet Stephan Joemann, Brandschutzbeauftragter am Elisabeth-Krankenhaus. Verbunden waren damit jährliche Schulungen des Personals im richtigen Umgang mit den Hauben. Das fällt nun weg. Denn die Feuerwehr stellt nach Anfrage der Krankenhäuser ab sofort die Masken zur Verfügung.

Hintergrund: Die vakuumverpackten Masken – Stückpreis: 100 " – sind aus hygienischen Gründen nur einmal zu benutzen. Auch haben sie ein "Verfallsdatum", das die Nutzung auf fünf Jahre beschränkt. Ein aufwändiges und kostspieliges Verfahren. Zudem: Brandmeldeanlagen in den Kliniken leiten den Alarm ohnehin direkt an die Feuerwehr weiter, die in wenigen Minuten vor Ort ist. Drei Gründe, die für eine Zentralisierung sprechen.

Je eine Tasche mit zehn Schutzhauben finanzieren die drei Krankenhäuser. Damit hat die Wehr, die pro Jahr rund 80 Masken einsetzt, ihren Bestand verdoppelt. Einen Engpass wird es nicht geben, wie Horst Kreienkamp versichert: "Der Hersteller hat seinen Sitz in Herne und kann in kürzester Zeit nachliefern."