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Neuer "Durchleuchter" senkt die Strahlendosis
Die Zahl der Patienten, die mit verstopften Arterien, egal ob am Herz oder im Bauch- und Beinbereich, in das Recklinghäuser Elisabeth Krankenhaus eingeliefert werden, steigt. Mit ein Grund, die zur Diagnose und Behandlung notwendige Medizin-Technik auf den neuesten Stand zu bringen.

Der Ärztliche Leiter , Dr. R. Sack (l.) freut sich zusammen mit dem Chefarzt der Radiologie, Dr. P. Stövesand, über das Angioraphie-Gerät der neusten Generation.
Die Zahl der Patienten, die mit verstopften Arterien, egal ob am Herz oder im Bauch- und Beinbereich, in das Recklinghäuser Elisabeth-Krankenhaus eingeliefert werden, steigt. Mit ein Grund, die zur Diagnose und Behandlung notwendige Medizin-Technik auf den neuesten Stand zu bringen.
Deshalb steht seit einigen Tagen ein ausgesprochen genaues und schonendes Angiographie-Gerät in der Fachabteilung für Radiologie.
"Das Gerät ermöglicht nicht nur schnellere und vor allem komfortablere Untersuchungen und Behandlungen der Blutgefäße der Becken-Bein-Region und der Halsgefäße, sondern steht auch für die Kardiologie als zweiter Messplatz zur Coronarangiographie und Behandlung der Coronararterien (PTCA und Stentimplantation) zur Verfügung", so der Chefarzt der Süder Radiologie, Dr. Peter Stövesand.
Angiographiegeräte durchleuchten den Körper des Patienten mit Röntgenstrahlen und ermöglichen die Diagnose und Behandlung von häufigen Gefäßerkrankungen wie Gefäßverengungen bei Arteriosklerose. Sollte eine Behandlung erforderlich sein, kann der Arzt durch die vom Angiographiegerät gelieferten Bilder das Einführen des Katheters "live" verfolgen und genau an der richtigen Stelle, zum Beispiel im Bereich der Becken-Bein-Gefäße oder der Herzkranzgefäße mit einem Ballonkatheter die Einengung aufweiten und zur Stabilisierung einen so genannten "Stent" einsetzen.
"Dieses Gerät hat den Vorteil, dass es die Strahlenbelastung für den Patienten auf ein Minimum reduziert, da auch die Behandlungsdauer extrem herunter gesetzt wird", freut sich auch der Chefarzt der Kardiologie, Dr. Rudolf Sack, über die Möglichkeiten, die von der neuen Technik ausgehen.
Computer rechnet Bildfolgen hoch
Erreicht wird dies unter anderem dadurch, dass der "Durchleuchter" von einem extrem leistungsfähigen Rechner unterstützt wird. Der Computer erlaubt es, dass die Zufuhr der Röntgenstrahlen immer wieder unterbrochen und so der Patient geschont wird.
"Der angeschlossene Computer ist nämlich in der Lage, die einzelnen Bilder so hochzurechnen, dass der Arzt immer alle kompletten Informationen genau so zur Verfügung hat, als wenn eine Dauerbestrahlung vorhanden wäre", erläuterte Dr. Peter Stövesand noch einmal den absoluten Vorteil der neuen Medizin-Technik für den Patienten.
Quelle: Recklinghäuser Zeitung