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Ganzheitlich therapieren
Ärzte-Forum zeigt neue Ansätze bei Demenz im Alter
FESTSPIELHAUS. (br) Das siebte Forum für aktuelle Neurologie und Neurogeriatrie fand erneut großen Zuspruch in der Ärzteschaft. Organisiert hatte die Veranstaltung Dr. Thomas Günnewig, Leiter der Abteilung Geriatrie/ Neurologie im Elisabeth-Krankenhaus.
Die Fortbildungsveranstaltung für Ärzte in Kliniken und Praxen war mit mehr als 200 Teilnehmern gut besucht. Experten aus München, Göttingen und Erlangen referierten über die Themen "Pharmakotherapie bei Demenz", Suizidalität im Alter" und über aktuelle Entwicklungen in der Epilepsie- Therapie.
Der Schwerpunkt des Forums lag in der Geriatrie. Darunter fällt auch das Krankheitsbild des Delir im Alter. Dabei handelt es sich um akute oder zum Teil auch länger andauernde Verwirrtheitszustände, die bei älteren Menschen auftreten können.
Dr. Thomas Günnewig, der zu diesem Thema auch referierte, legt bei der Behandlung Wert auf einen ganzheitlichen Ansatz. Er ist der Meinung, dass in Bezug auf Diagnose und Therapie vielfältige Faktoren miteinbezogen Wer- den sollten. Persönliche Umstände, aber auch UmweItfaktoren können den Ausbruch der Verwirrtheit begünstigen.
Für Unterhaltung sorgte ein Diagnostik-Quiz, bei dem die Teilnehmer verschiedene Kopfschmerz- Typen erraten mussten, unter anderem auch von einem Michelangelo-Gemälde. „Dort ist tatsächlich ein Migräne-Patient abgebildet“, staunt Günnewig über die präzise Darstellung des alten Meisters.
Der Geriatrie-Chef des Elisabeth, Krankenhauses stellte auf dem Forum sein im August herausgegebenes Buch "Praktische Neurogeriatrie" vor, in dem 60 Autoren aus den unterschiedlichen Fachbereichen über die Aspekte neurologischer Erkrankungen im Alter referieren.
Quelle: Recklinghäuser Zeitung
