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Taubenaktion bringt 15.000 Euro
Zu Gunsten des Hospizes zum Heiligen Franziskus. Kurios: Den höchsten Preis erzielte ein Vogel, den es noch gar nicht gibt. Rene Becker zahlt 1800 Euro für einen Gutschein.

Zwei für den guten Zweck: Ferdinand Zerbst (M.) und August Boente hallen am Samstag im Haus König Ludwig nach Kräften, um die Gelder für das Hospiz in die Höhe zu treiben.

Das Objekt der Begierde war Käfig Nummer 35. In ihm flatterte keine Taube, sondern ein Gutschein.
Mit der "Sensation des Jahres im Ruhrgebiet" warb der Freie Brieftaubenclub Recklinghausen und lockte so mehr als 400 Besucher in das Haus König Ludwig. Zu Gunsten des Hospizes zum Heiligen Franziskus kamen 107 Tauben von anerkannten Top-Züchtern unter den Hammer von Auktionator Jochen Hoinghaus, Redakteur beim Taubenmarkt.
"Zuerst wurde ich von den Je anderen Clubmitgliedern belächelt, als ich gesagt habe, das ich eine große Veranstaltung organisieren will. Jetzt bin ich selber überwältigt, wie riesig der Zuspruch ist", sagt Dieter Geest, dessen Frau Margret im Hospiz als Krankenschwester tätig ist. Und riesig ist auch die Summe, über die sich das Hospiz freuen darf. 15 000 Euro ist die Spendensumme, an die vorher niemand zu glauben wagte. Zwischen 70 und 200 Euro mussten die Taubenväter durchschnittlich für die Tiere bezahlen.
Prunkstück der Auktion war Käfig 35. Keine Taube saß in ihm, sondern ein einfacher Gutschein hing an den Käfigstäben. Günther Prange aus Meppen versprach Organisator Dieter Geest eine Taube zu spenden -aber erst im nächsten Jahr. "Ich sollte also einen Gutschein versteigern", sagt Geest und dieses Stück Papier war Dr. Rene Becker 1800 Euro wert. „Günther Prange ist ein europaweit anerkannter Top-Züchter. Klar, dass dieser Gutschein einiges wert ist" , erklärt Dieter Geest, der quer durch die Bundesrepublik gereist ist und die Tauben eigens abgeholt hat.
Aus ganz Deutschland, BeIgien und den Niederlanden kamen die Besucher, um an der Versteigerung teilzunehmen und sich Tipps von Taubenfachleuten wie Dr. Henk J.M. de Weerd und Dr. Rudy Hendrikx geben zu lassen.
"Das ist unglaublich was das Ehepaar Geest da auf die Bei- ne gestellt hat. Eine wahnsinnige Unterstützung für unser Haus. Das Hospiz plant einen weiteren Ausbau, da hilft uns jeder Cent weiter", freut sich Norbert Homann, Verwaltungsdirektor im Elisabeth- Krankenhaus.
Schon 1996 veranstaltete Dieter Geest eine Spendenaktion für das Hospiz. "Damals war das auf der Rennbahn. 7600 DM haben wir bekommen, das ist mit dem Erfolg der Taubenversteigerung nicht zu vergleichen."