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Niemals geht man so ganz

Blumen zum Abschied: Margret wolters und Pfarrer Erwin Busen sagen dem Elisabeth Krankenhaus Tschüss
"Das war eine unheimlich spannende Zeit", sagt Pfarrer Erwin Busen (70). Als letzter Geistlicher war er von 1974 bis 1979 Geschäftsführer des Elisabeth Krankenhauses.
Später saß der Pfarrer der St. Mariengemeinde in der Gesellschafterversammlung und im Beirat des Krankenhauses. Er und Mitstreiter wie Margret Wolters engagierten sich bis zuletzt für das Krankenhaus. Nun beendeten beide ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement.
Margret Wolters verbindet eine ganz eigene Geschichte mit dem Krankenhaus in Recklinghausen Süd. Das Urgestein des Viertels wurde hier vor 76 Jahren geboren. "Und mein Vater wurde hier nach dem Krieg am Knie operiert", sagt sie. Außerdem war er Mitglied der Gesellschafterversammlung.
Wen wundert es da, dass Margret Wolters in die Fußstapfen ihres Vaters trat. Auch sie begann 1974 ihre ehrenamtliche Arbeit für die Gesellschafter und den Beirat des Elisabeth Krankenhauses. Eine gute und spannende Zeit, in der Wolters und Pfarrer Busen sich mit etlichen Änderungen im Gesundheitswesen befassten.
"Das alles gab es damals ja gar nicht", sagen Margret Wolters und Pfarrer Erwin Busen, als sie fürs Abschiedsfoto posieren und auf den Haupteingang des Krankenhauses blicken. Die Modernisierung des Hauses, gehörte zu den wichtigsten Entscheidungen, an denen beide beteiligt waren. "Ich werde nie vergessen, wie die jungen Hüpfer vom Gesundheitsministerium hier plötzlich auftauchten", sagt Pfarrer Busen.
Danach seien unglaublich schnell alle Schritte eingeleitet worden, um die Gynäkologie zu schließen. Dafür bekam das Krankenhaus die Abteilungen für Geriatrie und Kardiologie. Später kam die Onkologie hinzu.
Aber niemals geht man so ganz und das halten auch Margret Wolters und Pfarrer Erwin Busen so. "Ich bin eine alte Frau, da muss man doch öfters mal ins Krankenhaus", sagt Wolters und lacht, kaum dass sie es gesagt hat, ganz herzlich. "Außerdem wohnen wir ja alle hier in der Nachbarschaft", sagt sie ergänzend.
Und so kämen sie auch ohne Krankheit immer wieder gerne, fügt Erwin Busen hinzu. Blumen zum Abschied: Margret Wolters und Pfarrer Erwin Busen sagen dem Elisabeth Krankenhaus Tschüss.
Quelle: WAZ