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Mittwoch, 29.11.2006

Der Mensch steht im Mittelpunkt

Als er 1977 kam, war er ein Fremder in der Welt des Gesundheitswesens. Doch jetzt, an der Schwelle zum Ruhestand, gilt Norbert Homann als ein echter Experte im Dschungel der Paragrafen, Kosten-Modelle und Abrechnungs-Modalitäten.

Geschäftsführer Norbert Homann tritt in den Ruhestand

Geschäftsführer Norbert Homann tritt in den Ruhestand

Als er 1977 kam, war er ein Fremder in der Welt des Gesundheitswesens. Doch jetzt, an der Schwelle zum Ruhestand, gilt Norbert Homann als ein echter Experte im Dschungel der Paragrafen, Kosten-Modelle und Abrechnungs-Modalitäten. -

Äußeres Zeichen dafür ist sicherlich die rasante Entwicklung, die die Versorgung des Stadtteils mit sozialen Einrichtungen unter seiner Regie in den letzten 30 Jahren genommen hat. Stellvertretend dafür seien nur der Bau des Senioren-Hauses "Klara" oder die Einrichtung des "betreuten Wohnens" im ehemaligen Möbelhaus Bußmann an der Weißenburgstraße genannt.

Doch am Beginn des jetzt eng geknüpften Gesundheits-Netzwerkes stand die Gründung des Franziskus-Hospizes, die Norbert Homann wesentlich mit beeinflusst hat. Bis heute prägt ihn das dort gelebte christliche Menschenbild, das von ihm in jeglicher Hinsicht mitgetragen wird. Und genau deshalb tritt der in Haltern am See beheimatete Betriebswirt zwar als Krankenhaus-Geschäftsführer in den Ruhestand, wird aber dem Hospiz als ehrenamtlicher Schatzmeister weiter zur Verfügung stehen. Und auch die zahlreichen internationalen Kontakte, die Norbert Homann immer wieder aus Süd hinaus in die Welt führten, sollen weiter gepflegt werden. Denn in zahlreichen Krisengebieten im Nahen Osten und in den neuen Staaten der ehemaligen Sowjetunion ist der Halterner ein gerne gesehener Gast, kam er doch nie mit leeren Händen.

Doch nicht die materielle Hilfe allein ist dem zukünftigen Rentner ein Anliegen. Auch Generationen von Patienten des Süder Krankenhauses werden ihn in guter Erinnerung behalten. Denn eines hat er als Geschäftsführer niemals eingenommen: Distanz zu den Menschen. Ganz im Gegenteil. Immer, wenn es seine Zeit erlaubte, saß er an einem Krankenbett, hörte sich Sorgen und Nöte an, regelte zahlreiche Probleme auf dem "kleinen Dienstweg". Verabschiedet wird Norbert Homann am 5. Dezember im Bürgerhaus. Doch wer ihn kennt, weiß: Bereits am Morgen des 6. Dezember wird er wieder im Hospiz zu finden sein...