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Dienstag, 29.01.2008

Künstler spielt mit Licht und Schatten

Der Lichteinfall verändert die Wirkung seiner dreidimensionalen Werke. Künstler Johannes Eckennann ist selbst jedesmal erstaunt, begeistert über den immer neuen Schattenfall. 50 seiner meist kleinformatigen Acryl-Collagen sind derzeit in der kardiologischen Ambulanz des Elisabeth-Krankenhaus zu sehen.

Aufgesetzte, geometrische Formen aus Sand, Leinen, Stein oder Draht geben sei­nen Bildern auf farbigem, überwiegend leuchtenden Grund Struktur -und An­griffsfläche für Lichtquellen. Der Schattenwurf wandert, verändert sich mit der Tages­zeit, Lichtquelle und Aus­stellungsort. „Ich male kei­nen Schatten, sondern lasse ihn direkt durch das Licht entstehen", erklärt Eck er­mann. Eckermann wurde 1956 in Recklinghausen ge­boren, studierte Geodäsie (Vermessungswesen) und wohnt jetzt in Haltern am See. Das Elisabeth-Kranken­haus ist nach der „Residenz am Festspielhaus" sein zwei­ter Ausstellungsort in RE. 

In seinem beruflichen Le­ben in der Verwaltung des Märkischen Kreises in Lüden­scheid umgeben den Di­plom-Vermessungsinge­nieur einzwängende Vor­schriften. „Beim Malen habe ich keine." jede Collage sei deshalb ein Experiment, eine Herausforderung. „Ich male drauflos, male drüber, wenn es mir nicht gefällt, und das muss es. Es ist ja schließlich mein Werk." 

Abstrakte Formen prägen seine Collagen. Die Rahmen sind quadratisch, aufgetrage­ner Leinen ist in Rechteck-Form gebracht. Ein anderes Mal spiegelt sich das Licht in blauen, ovalen Ziersteinen aus Glas. „Solche Effekte kann ich nicht selbst ma­chen", so Eckermann. 

Alle Werke sind käuflich zu erwerben und kosten rund 100 Euro. „So viel bezahl ich im Baumarkt für einen Druck", verdeutlicht der Künstler.

Quelle: Recklinghäuser Zeitung