Infos & Service

Welche Krankheitsbilder werden behandelt?

Unsere Krankenhäuser bieten Diagnostik und Therapie für die verschiedensten Krankheiten an.

Mittwoch, 28.02.2007

Fast jede Amputation kann vermieden werden

Wundmanagement im Süder Krankenhaus schützt vor extremen Folgen

 

Ein kleiner Schnitt, ein Kratzer, ein schmerzhafter Kontakt mit dem heißen Herd und schon ist es passiert: Eine Wunde "ziert" die Hautfläche und sollte behandelt werden. Doch was hilft? Eine Frage, die so einfach nicht zu beantworten ist.

Gemeinsam gegen chronische Wunden: Die Chirurgen Dr. Michael Jäger (hinten I.) und Dr. Lutz Lerch (vorne I.) sowie Pflege-Direktor Michael Buse initiieren im Elisabeth-Krankenhaus eine spezielle Sprechstunde, die hilft, Amputationen als Spätfolgen von Verletzungen möglichst zu verhindern.

Ein kleiner Schnitt, ein Kratzer, ein schmerzhafter Kontakt mit dem heißen Herd und schon ist es passiert: Eine Wunde "ziert" die Hautfläche und sollte behandelt werden. Doch was hilft? Eine Frage, die so einfach nicht zu beantworten ist.

Denn wird die Verletzung falsch oder nicht ausreichend behandelt, kann eine so genannte "chronische Wunde" entstehen. Ein Phänomen, mit dem Mediziner nach eigenen Angaben von Tag zu Tag mehr zu kämpfen haben.

Genau hier setzt eine Initiative des Süder Elisabeth-Krankenhauses an. "Professionelles Wund-Management" lautet das Stichwort, hinter dem sich eine für die Bevölkerung wichtige Neuerung verbirgt. An der Röntgenstraße gibt es nämlich ab sofort einmal in der Woche eine so genannte " Wundsprechstunde" unter der Federführung der Abteilung für Chirurgie.

Immer mittwochs zwischen 13.30 Uhr und 15.30 Uhr stehen Fachleute (Ärzte und speziell ausgebildetes Pflegepersonal) bereit, um Patienten zu beraten, die Probleme mit der Wundheilung haben. Wichtig ist in allen Fällen, dass die Betroffenen sich an ihren Hausarzt wenden. Vielfach werden Wunden nämlich nicht ernst genommen, kommen die Patienten erst in medizinische Behandlung, wenn schon ein problematisches Stadium erreicht ist" so Chefarzt Dr. Michael Jäger. Doch auch dann ist Hilfe dank neuer Konzepte immer noch möglich.

"Feuchte Behandlung", "innovative Wundverbände" oder " Vakuum-Therapie" sind nur einige Schlagworte, die Heilung selbst bei komplizierten Fällen versprechen. Der Weg, den Betroffene dabei gehen müssen, ist kurz geworden. "Es reicht eine Überweisung des Hausarztes in die Wundsprechstunde. Wir be- mühen uns dann, eine Grundversorgung her zu stellen, um in einem späteren Schritt die Patienten wieder in die Obhut des Hausarztes zu entlassen", erläutert Pflege- Direktor Michael Buse.

"Wichtig ist dabei nur, dass unsere Spezialisten die Wunden zu Gesicht bekommen und eine Therapie empfehlen. Wir haben nämlich die Möglichkeit, auch aufwändige und teure Behandlungen bei den Krankenkassen zwecks Kostenübernahme zu begründen", so der Fachmann weiter. Ein zusätzlicher Pluspunkt der professionellen

"Wichtig ist dabei nur, dass unsere Spezialisten die Wunden zu Gesicht bekommen und eine Therapie empfehlen. Wir haben nämlich die Möglichkeit, auch aufwändige und teure Behandlungen bei den Krankenkassen zwecks Kostenübernahme zu begründen", so der Fachmann weiter. Ein zusätzlicher Pluspunkt der professionellen Wundsprechstunde ist die breite Palette von Spezialisten, die im Krankenhaus zur Beurteilung des Sachverhaltes hinzukommen können. " Wir arbeiten eng mit den Kollegen der inneren Medizin und der Gefäß-Chirurgie zusammen", erläutert Dr. Michael Jäger.

Damit können beispielsweise Amputationen, die in der Vergangenheit oft das extremste Ergebnis einer Wundinfektion waren, in vielen Fällen verhindert werden. "Das wiederum hilft, auf Dauer Kosten im Gesundheitswesen einzusparen," erklärt Michael Buse. Auch teure Behandlungen  könnten so am Ende zu Spar-Effekten führen.

Quelle: Recklinghäuser Zeitung